Erntedank – Verbindung von Mensch und Schöpfung

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Erntedank gehört zu den jährlichen besonderen Festen. In vielen Gemeinde ist der Gottesdienst an Erntedank ein wichtiges Ereignis. Christen danken dabei für die Ernte eines Jahres, auch in Verbindung von Mensch und Schöpfung. Darum wurde am vergangenen Sonntag um 10 Uhr in der Further Stadtpfarrkirche auch ein Familiengottesdienst zu Erntedank gefeiert. Die Gestaltung hatte wieder das engagierte Kindergottesdienst-Team der Pfarrei vorbereitet. Nach der Begrüßung durch den Zelebranten Pfarrvikar Thomas Samuel erfolgte durch die Religionspädagogin Heidrun Meindl die Hinführung zu diesem besonderen Gottesdienst. Hierzu hatten sogar einige Kinder Körbchen mit Erntegaben mitgebracht und auf die Stufen vor dem Altar gestellt. In der gemeinsamen Erntedankfeier möchte man Gott danken für die Ernte. Meindl verwies auch auf den Ernte-Altar, der heuer von den Ministranten der Pfarrei gestaltet wurde. Hier gebe es Einiges zu entdecken, das uns zeigt, dass unser Essen nicht einfach so auf den Tisch kommt – dass Ernten nicht von selbst geht – so die Religionspädagogin. Darum will man bei diesem Gottesdienst gemeinsam daran denken, was für die Ernte und darum herum nötig war. In der Katechese nach der Predigt wurde verdeutlicht, dass Gott den Menschen eine wunderbare Welt geschenkt hat, auf die sie gut aufpassen sollen. Es sei eine Einladung, gut mit Gottes Schöpfung umzugehen, Liebe weiterzugeben und Gottes Botschaft anzunehmen, statt hart und ungerecht zu sein. Bei der Gabenprozession liesen dann Kinder verschiedene Gaben sprechen. Da kam zunächst ein Kind mit einem Krug Wasser. Wasser kommt wie selbstverständlich aus dem Wasserhahn – klar und sauber. Aber es ist nicht einfach so da. In diesem Jahr hat es wenig geregnet, und Wasser wurde knapp. Es ist also eben nicht immer und überall da. Neben Kartoffeln, Blumen, einem Kürbis und Weintrauben kam auch eine Pausenbox. Jeden Tag unter der Woche ist hierin die Brotzeit gut aufgehoben. Der erste Bissen in der Pause ist der Beste – und danach werden Pauseboxen gerne vergessen – auf dem Schulhof oder in der Schultasche. Das Pausenbrot wandert dann oft in den Mülleimer, wofür Gott um Verzeihung gebeten wurde mit der Bitte, er möge die Menschen lehren, mit seinen Gaben sorgsamer umzugehen. Es wurden auch Saatkörner und Ackerboden zum Altar gebracht. Aus den kleinen Saatkörnern wächst vieles, was man auf dem Erntedankaltar und in den Körbchen sehen kann. Der Boden und die Erde sind wichtig – auch in Zukunft – damit auch immer wieder Neues wachsen kann. Musikalisch gestaltet wurde dieser Familiengottesdienst zum Erntedank durch den Kinderchor der Pfarrei, verstärkt durch einen kleinen spontanen Projektchor der Ministranten, unter Leitung von Monika Hirsch. Pfarrvikar Thomas Samuel dankte am Ende des Gottesdienstes dem Chor, dem Kindergottesdienst-Team und allen Unterstützern für die Gestaltung.