„Lauter Glaube – im Rhythmus Gottes“ in der Further Stadtpfarrkirche
Rockmusik statt der gewohnten Kirchenklänge: Am Sonntagabend, 20. September 2026, wurde in der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Furth im Wald ein besonderer Wortgottesdienst gefeiert. Unter dem Motto „Lauter Glaube – im Rhythmus Gottes“ verband die Band mum’s best bekannte Rocksongs mit biblischen Texten, Gebeten und Gedanken über das Leben. Schon das Eröffnungslied „Born to Be Wild“ machte deutlich, dass Kirche an diesem Abend auch musikalisch andere Wege ging.
Im Mittelpunkt stand die Frage: Welcher Rhythmus bestimmt eigentlich unser Leben? Mal ist es leicht und unbeschwert, mal geht alles Schlag auf Schlag. Dann wieder bringen Sorgen oder Enttäuschungen den gewohnten Takt durcheinander. Bei einer musikalischen Rhythmus-Aktion griff die Band diese unterschiedlichen Erfahrungen auf. Die Besucher waren eingeladen, darüber nachzudenken, welcher Rhythmus gerade ihr eigenes Leben bestimmt.
Auch die Bibeltexte bekamen durch die Musik einen besonderen Klang. „Hey Jude“ von den Beatles und „Nothing Else Matters“ von Metallica gehörten ebenso zum Ablauf wie die Lesungen aus dem Buch Jesaja und dem Philipperbrief. Im Evangelium von den Arbeitern im Weinberg (Mt 20,1–16) ging es um eine Frage, die viele Menschen bewegt: Was ist gerecht? Mit einer einfachen Daumenabstimmung konnten die Mitfeiernden zeigen, ob sie den gleichen Lohn für unterschiedlich lange Arbeit eher fair oder unfair fanden.
Die Predigt griff diese Frage auf. Gottes Güte, so der Kerngedanke, lässt sich nicht nach Leistung und Verdienst berechnen. Wer lange dabei ist, hat bei Gott nicht automatisch mehr Anspruch als jemand, der später dazukommt. Ein Satz brachte diese Botschaft besonders deutlich zum Ausdruck: „Gottes Güte ist kein Lohnzettel. Sie ist ein Geschenk.“
Mit Liedern wie „Knockin’ on Heaven’s Door“, „Heaven“ und „I’m a Believer“ setzte die Band weitere musikalische Akzente bis zum Abschluss. So verband dieser besondere Gottesdienst vertraute Rockmusik mit einer Botschaft, die zum Nachdenken einlud: Vor Gott zählt nicht, wie viel ein Mensch leistet. Seine Güte gilt allen.