Kaplan Thomas Kohlhepp verabschiedet

Am Samstag den 19. August hat sich bei der Vorabendmesse in der Further Stadtpfarrkirche Mariä-Himmelfahrt Kaplan Thomas Kohlhepp nach zweijähriger Kaplanszeit in der Pfarreiengemeinschaft Furth im Wald / Ränkam verabschiedet. Er wurde zum 01. September als Pfarrer nach Regensburg in die Pfarreiengemeinschaft St. Cäcilia/Mater Dolorosa berufen. Und so sind zu diesem Abschiedsgottesdienst viele Further und Ränkamer Pfarrangehörige gekommen, um mit Kaplan Kohlhepp diesen Abschieds- und Dankgottesdienst zu feiern. Neben den Gesängen der Gemeinde hat diesen Gottesdienst auch die Gruppe „Cantamus“ unter Leitung von Regionalkantor Wolfgang Kraus musikalisch gestaltet.
In seiner Predigt ermunterte Thomas Kohlhepp die Christen, auf Jesus zu setzen, da es das Vernünftigste ist. Denn es sei mehr als klug, auf Gott zu hoffen. Denn ohne diese Hoffnung versinkt diese Welt – und wir dazu. Man solle sich die Zeit mit seinem Herrgott gönnen – denn dieser hat immer Zeit.
Im zweiten Teil der Predigt dankte Kaplan Kohlhepp für die zwei Jahre, die er hier gemeinsam mit der Pfargemeinde im Glauben unterwegs sein durfte. Die Zeit sei viel zu schnell vergangen. „Vergelt's Gott für zwei
wertvolle und stärkende Jahre. Wir waren als Verbündete im Glauben unterwegs“.
Am Ende der heiligen Messe dankte Stadtpfarrer Richard Meier dem scheidenen Kaplan. Du hast die Menschen hier schnell und gut eingenommen, so Meier. Die Leute haben gesagt: den versteht man gut, und manche vom Frauenbund sollen gesagt haben: a scheena Kaplan is des. Thomas Kohlhepp, so der Stadtpfarrer in seiner Laudatio, hat sich vielfach eingebracht auch als Präses bei den kirchlichen Verbänden wie KAB und Kolping und bei den Senioren. Er hat seine Gemeinde begleitet von der Wiege bis zur Bahre. Neben seinen priesterlichen Talenten hat sich Thomas Kohlhepp noch mit einem ganz besonderes Talent eingebracht. Er hat nämlich ein Auge und ein Gespür fürs Schöne. Gerade der Schmuck in der Kirche trägt zur Erhebung der Seele bei. Für das alles, was der Kaplan Kohlhepp als Priester und Mensch hier getan hat, sagte Pfarrer Meier ein herzliches Vergelt's Gott. Priester sein heißt auch aufzubrechen und weiterzuziehen. Die Firma bleibt die gleiche, nur die Baustelle wechselt, meinte der Stadtpfarrer launisch. „Jetzt, lieber Thomas, bist du nicht mehr der Geselle, sondern jetzt bist du der Meister. Ich wünsche Dir viel Gottvertrauen an der neuen Stelle“.
Auch Johanna Plach, die Further Pfarrgemeinderatssprecherin, dankte dem scheidenden Kaplan von Herzen für sein Wirken und die zwei guten Jahre hier in der Pfarreiengemeinschaft. Dann folgte der einmalige Auftritt der spontan neugegründeten TK-Band mit Monika Hirsch an der Gitarre, die Christine Heitzer vorstellte. Der Name bedeutet einfach „Thomas-Kohlhepp-Band“, und dahinter steckt „sein“ Deko-Team. In Versform, sowohl gesprochen wie auch im begleitenden Lied nach der Melodie des Bistums-Liedes „Wer glaubt ist nie allein“ erfuhren die Zuhörer etwas über die Zeit von und mit Thomas Kohlhepp hier in der Pfarreiengemeinschaft: vom hereinbrachten frischen Wind – vom korrekten Menschen vom Scheitl bis zur Sohle – vom Geschick, der Liebe und Hingabe beim Dekorieren – vom Verirren auf dem Voithenberg und der damit verbundenen Sorge um den pünktlichen Beginn des Gottesdienstes – von seiner Reiterqualität beim Leonhardiritt in Furth und beim Kötztinger Pfingsritt – von seinem souveränem Kochduell gegen die Politik und dass sich dabei sogar mancher Sternekoch warm anziehen hätte müssen – dass der Thomas keinen Fisch mag, weil der ins Wasser gehört und nicht auf den Tisch – dass er lieber a Wammerl mag vom Grill, aber so richtig schwarz muss es sein – kurzum, er war ein Kaplan, für den alle Leute gleich waren und er darum keinen Unterschied gemacht hat. Nach der Messfeier trafen sich die Gottesdienstbesucher auf Einladung der Pfarrei vor der Sakristei zum weltlichen Abschied-nehmen vom scheidenden Kaplan Thomas Kohlhepp.
Und als alle Leute schon weg waren, kamen die Businenbläser vom Spielmannszug Grenzfähnlein und spielten nur für Thomas Kohlhepp allein ein Abschiedsstanderl.