Maiandacht bei der Vollmauer Kapelle

Zahlreiche Mitglieder der Sudetendeutschen Landsmannschaft, der Ortsgruppe der ehemaligen Vollmauer sowie etliche Schafberger und Dieberger feierten an Samstag, den 13. Mai 2017 die traditionelle Maiandacht bei der dem Heiligen Antonius geweihten Vollmauer Kapelle in Sichtweite der Grenze. Den 13. Mai erinnere einige noch schmerzlich an die Vertreibung aus der alten Heimat, sagte Kaplan Thomas Kohlhepp. Der 13. Mai sei heuer aber auch dem Gedenken des 100. Jahrestages der Marienerscheinungen von Fatima gewidmet. Papst Franziskus, der am Fatima-Tag 2013 gewählt wurde, weihte der Gottesmutter sein Pontifikat - und betonte damit die Aktualität der marianischen Botschaft und Aufforderung zum Gebet auch und gerade in den Krisen unserer Zeit.

Bei Maria Trost finden

Warum kommen Menschen mit Grenzerfahrungen so gerne zu Maria? Warum brennen vor den Bildern der Mutter mit dem toten Sohn auf dem Schoß so viele Kerzen? Die Antwort ist: „Man findet bei ihr Trost“, sagte der Geistliche im Wechselgebet. Wer tröstet sagt nicht: „Es ist doch nicht  so schlimm“ oder „Da muss man durch“ oder „Das Leben geht weiter“. Wer tröstet, versucht nicht zu erklären oder zu belehren. Wer tröstet, macht nicht viele Worte, vielleicht gar keine. Wer tröstet ist einfach nur da, zeigt Mitgefühl, Wertschätzung. Wer tröstet hat Zeit und Geduld. Auch Maria trauerte einst um ihren Sohn. Deshalb kommen Menschen so gerne zu ihr, wenn sie bedrückt sind, sprachlos sind in ihrem Schmerz und in ihrer Trauer. Es folgten weitere Gebete und Marienlieder, die von den Geschwistern Anita und Petra Sporer musikalisch und stimmlich begleitet wurden, ehe Kaplan Kohlhepp die Gläubigen mit dem Segen entließ.
Zahlreiche Gläubige feierten am 100. Jahrestag der Marienerscheinungen von Fatima die Maiandacht bei der Vollmauer Kapelle mit. Im Bild rechts Kaplan Thomas Kohlhepp und die Geschwistern Anita und Petra Sporer, die die Maiandacht musikalisch und stimmlich begleiteten.